Die 1. wE gewinnt Auswärtsspiel in Norderstedt mit 19:13

Nach 5 Spitzenspielen in Folge wartete heute mit HT Norderstedt endlich mal ein vermeintlich „entspannterer“ Gegner auf uns. Zwar wussten wir schon aus den Vorbereitungsturnieren und dem Hinspiel um die extrem enge und unangenehme Deckungsweise der Norderstedter „Kletten“, aber mit unseren Passspiel-Qualitäten sollten wir, wie im Hinspiel, die Aufgabe eigentlich gut meistern können. Doch irgendein schräger Hausgeist im Schulzentrum Süd muss unseren Grazien ein wenig die Sinne vernebelt haben: die oben noch gelobten Pässe kamen wahlweise in leere Räume oder perfekt zum Gegner… So dauerte es geschlagene 6 einhalb Minuten bis zum ersten Tor und 11 einhalb Minuten bis zum zweiten. Und wenn dann mal ein Pass den eigenen „Mann“ erreichte, sorgten gar seltsame Magneten in den Schuhen dafür, dass der Ball uns prompt auf’s eigene Füßchen fiel und der Ballbesitz somit wieder an den Gegner. Dennoch gab es auch den einen oder anderen Torwurf. Da aber offenbar auch das Norderstedter Tormädchen sich ein Paar unserer Magnet-Schuhe ausgeliehen hatte, fand das Spielgerät ohne Umweg ein ums andere Mal die Schnürsenkel, statt das Tor-Innere. Es war zum Haare-raufen und die Trainerinnen vermissten sichtbar die Möglichkeit, 17 grüne Karten pro Halbzeit ziehen zu dürfen… Immerhin hielt Norderstedt uns gnädig im Spiel und wollte nur mit 8:6 in die Halbzeit gehen.

 

Dass die Norderstedter Übungsleiter Ulli und Ali jedoch an Gnade keinesfalls interessiert waren müssen sie ihren Mädels in der Pause wohl eindringlich erklärt haben, denn schwupps-diwupps und haste-nicht- gesehen stand es mal eben 11:6 für die Hausgeist-Frauchen und unsere Damen guckten etwas maläsch aus der bordeaux-farbenen Wäsche. Auf der Tribüne wurden schon die ersten „schade, man kann nicht immer gewinnen“-WhattsApps an die Heimgebliebenen abgesandt, als sich besagter Hausgeist in selbstzufriedener Irrung zum sonntagnachmittäglichem Kaffeepäuschen verabschiedete. Befreit von so fadenscheiniger Last gelangen unseren Mädchen auf einmal die sonderlichsten Kunststückchen, z.B. Bälle erst zur eigenen Gespielin und dann sogar ins Tor zu werfen! Sapperlot, warum nicht gleich so? Ach ja, der Hausgeist… Ein an sich selten gebotener 11:0 (!)-Lauf machte dem Spuk ein Ende und aus der zwischenzeitlichen Zombie-Fraktion auf der Tribüne wieder gut durchblutete Eltern-Gesichter. Mit der Feierabend-Sirene stand es 19:13 und wieder einmal –wie oft soll man es noch sagen?- haben die Kampfzwerge ihrem Namen alle Ehre gemacht!

 

Zum Schluss noch einmal ernst: Alles Gute der Norderstedter 93 (Clara)! Wir hoffen alle sehr, dass nicht schon wieder was kaputt ist!!!



 


Datum: 12.02.18 (08:14)
Alter: 102 days